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Haus Wohnung
Vor dem massigen Kühlturm des Steinkohle-Kraftwerkes hebt sich das Baudenkmal „Haus Wohnung“ mit seiner barocken
Zwiebelhaube auf dem flankierenden Turm ab.
Über den Namen haben sich schon viele gewundert. Nach einem
alten Schriftstück aus dem Jahre 1327 hieß der erste Besitzer des mittelalterlichen Rittersitzes „Arnd van der Wonyngen“. der auch Gerichtsherr im Bezirk Götterswick war. Aus „Hus Wonyngen“ wurde
Ende des 16. Jahrhunderts „Haus Wohnung“, der Name bedeutete damals einfach „das große Haus“.
Im 17. Jahrhundert wurde der inzwischen teilweise zerstörte Rittersitz
durch die neuen Besitzer der Familie van Doornick zu einem barocken Schloß mit 2 südlichen Zwiebeltürmen erweitert und ein „Lustgarten“ angelegt. Den westlichen Turm verlor „Haus Wohnung“ durch
Artilleriebeschuß im 2. Weltkrieg , ansonsten ist die Gebäudeanlage weitgehend in seinem historischen Bestand erhalten.
Das Herrenhaus besteht aus einem mächtigen Mittelbau aus Backstein, der zum Hof hin dreistöckig
ist. Umgeben wird „Haus Wohnung“ vom Rotbach, Resten des ehemals ganz umlaufenden Wassergrabens und der Vorburg, deren mittelalterlicher Ursprung bis heute ablesbar ist. Dazu
gehört auch die 1478 erstmals erwähnte Wassermühle, deren derzeitiges Mühlengebäude aus dem 18./19. Jahrhundert weitgehend original erhalten ist, ebenso wie die historische Mühleneinrichtung. Zwei noch im 18. Jahrhundert beidseitig des Rotbachs angeordnete Bauten, eine Ölmühle und eine Kornmühle, wurden Ende des 19.
Jahrhunderts durch einen Zwischenbau zusammengeschlossen und hier eine Turbine mit Königswellenantrieb und Riementransmission installiert.
Die Mühle ist seit 1994 wieder regelmäßig in Betrieb. Auch die
früheren Landschaftsparkanlagen einschließlich der Gartenanlagen und Brücken sind noch gut erkennbar erhalten.
Die Anlage befindet sich in Privatbesitz.
Ev. Kirche und kath. Kirche "St. Barbara" Möllen
In den fünfzigern vermehrte sich die
Bevölkerungszahl der ehemaligen Bauernsiedlung Möllen durch den Ausbau als Wohngebiet für Beschäftigte der Bergwerksgesellschaft Walsum AG. In der Folge entstand die notwendige Infrastruktur und der Neubau der ev.
Kirche von 1960-65 der kath. Kirche von 1963-65 schlossen den Ausbau der Siedlung ab. Beide Kirchen wurden in außergewöhnlichen und qualitätsvollen zeitgenössischen Architekturformen
errichtet. Sie repräsentierten in ihrer individuellen Formgebung und architektonischen Modernität die jungen, neu entstandenen Kirchengemeinden. Die kath. Kirche wird durch rund und geschwungene
Bauformen bestimmt, die Architektur und Raumeindruck prägen. Die architektonische und künstlerische Qualität zeigt sich in der überzeugenden plastischen Konzeption des Baukörpers und
in gestalterischen Details wie z.B. dem Lichtband unter dem Dach.
Auf der KAB- Seite gibt es viele
weitere Informationen über die kath. St. Barbara Kirche.
 
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