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Bericht zum 10 jährigen Bestehen der ARG/KAB St. Barbara Möllen. Verehrte Gäste, liebe Frauen und Männer der ARG/KAB! Wenn wir am heutigen Tage einen Bericht über das 10 jährige Bestehen
der ARG/KAB abgeben, kann dieser keinen Anspruch auf totale Vollständigkeit haben. Dafür würde er sicherlich zu lang werden, und wir möchten hiermit Interesse und nicht Langeweile aufkommen lassen.
Unseren Bericht möchten wir mit einer Person beginnen, die Initiator und Motor des Gedanken
eine ARG/KAB in St. Barbara, Möllen zu gründen, festmachen. Heute ist er unser Ehrengast, ansonsten Mitglied dieser Gruppe. Wir meinen damit unseren ehemaligen, langjährigen KAB – Vorsitzenden
Karlheinz Kaplon. Zurzeit bekleidet er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden in unserer KAB. Er hat gegen Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre uns diesen Gedanken mitgeteilt und in
vielen Vorgesprächen mit dem damaligen ARG – Bezirksobmann Jakob Trost, dem ehemaligen Bezirkssekretär Rudi Teriete und unserem ehemaligen Pastor Josef Wichmann, auf der Generalversammlung der KAB im
Januar 1992, abgesegnet.
Reinhilde und Günter Domke, Maria Kletsch, Inge Pyta und Heinz – Dieter Kraps konnte
Karlheinz für diese Idee als Verantwortliche für die Gründung der ARG gewinnen. Relativ schnell kamen wir überein, daß nach Karneval 1992 die Gründung der Gruppe am 17.03.1992 stattfinden sollte.
Wir wußten aus dem Gemeindeleben, daß es gut wäre, einen Dienstag zu nehmen, weil dienstags
immer Seniorenmesse gefeiert wird und, wir entschlossen uns, jeweils den 3. Dienstag im Monat zu nehmen, weil am 1. Freitag eines jeden Monats die Seniorengruppe der IGBCE ihr Treffen im Barbara – Haus
hat. Diese Maßnahme zeigte uns, daß unsere Entscheidung richtig war.
Unser eigentliches Anliegen war und ist, Mitglieder unserer Gemeinde, die in den
vorzeitigen Ruhestand gingen, aufzufangen und zu integrieren. Dabei ließen wir nicht außer acht, auch alle anderen Seniorinnen und Senioren, gleichgültig wie alt und welcher Religion sie angehören zu uns
einzuladen. Auch wurde ihnen die Zugehörigkeit zur KAB freigestellt.
Über 70 Briefe wurden damals verteilt und 38 Personen nahmen an der Gründungsfeier teil.
Die ersten Treffs im Jahre 1992 wurden durchschnittlich von 27 Personen besucht. Diese
Besucherzahl stieg ständig an, so daß wir heute auf eine durchschnittliche Besucherzahl von 48 Personen blicken können. Es war sehr schnell festzustellen, daß ein großer Nachholbedarf der älteren
Bevölkerung vorhanden war.
In unserem Vorhaben, Religion, Bildung, Politik, Freizeit, Spiel und Spaß an die uns
anvertrauten Mitmenschen weiterzugeben, werden wir von den Geistlichen, sowie von den im Pfarrhaus wohnenden Hiltruper Missionsschwestern , aber auch von unserem Bezirksverband Wesel und der örtlichen
KAB unterstützt.
Gemäß der Satzung der KAB wird unsererseits jeweils bis zum 15. November eines jeden Jahres
ein Jahresprogramm erstellt und dem Bezirksverband in Wesel zugeschickt. Da wir eine Untergruppierung der KAB sind, dürfen wir laut Satzung keine Mitgliederbeiträge erheben. Jeder von uns weiß aber,
daß ohne Geld keine Gruppe bestehen kann, so haben wir beschlossen, für Kaffee und Kuchen einen freiwilligen Obolus unseren Mitgliedern abzuverlangen.Im Laufe der Zeit war man bereit, auch zu den
Geburtstagen entweder eine Summe in die Kasse der ARG einfließen zu lassen. Manche backen auch Kuchen oder bringen eine Flasche mit, so daß wir unseren Leuten auch etwas bieten können.
Nun möchten wir einen Überblick über die Aktivitäten unserer Gruppe geben. Im
religiösen Bereich sprachen wir mit unseren Geistlichen über:
Kirche und die ältere Generation, über die stille Zeit im November, Auferstehung und das ewige Leben, Beichte, Buße, Vergebung und Versöhnung, Formen der christlichen Bestattung, Kreuzweg des Lebens, Lebensgeschichten der Heiligen, Hl. Paulus – Umkehr und Neuanfang, machten Wallfahrt nach Haltern und Marienthal, sahen und hörten Berichte aus Mirembe Maria, Israel und dem Libanon und die Schwestern stellten ihren Orden vor.
Für die Bildung ist bei uns schon eine ganze Menge in den letzten 10 Jahren getan worden:
Z. B.: Wir hatten Referenten, die uns über das Müllkonzept der Stadt Voerde, über die Pflegeversicherung Zinsbesteuerung und Freistellungsauftrag, über die Altenpflege, über Medikamentenge – und
verbrauch und über die Hospiz Bewegung informierten. Karlheinz Kaplon sprach über die Aufgaben der KAB in der Kirche, Gesellschaft und Politik, ein Polizist gab Ratschläge, wie ältere Personen sich im
Straßenverkehr verhalten sollen, ein Rechtsanwalt informierte über das Erbrecht und Testament, das Ehepaar Sauer zeigten die praktische Anwendung von Verbänden und Pflaster, der weiße Ring stellte sich
vor, der örtliche Bestatter referierte darüber, wie man sich bei einem Todesfall verhalten soll, eine Beraterin der AOK gab Tips zur richtigen Ernährung im Alter, die Feuerwehr stellte die Frage:“ Es
brennt, was tun im Haus?“, wie schütze ich mein Eigentum, die Wohnsituation im Stadtteil Möllen, die Chronik der Stadt Voerde, Änderung in der Sozialpolitik, Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht,
Schmerztherapie und Rechte als Patient, waren bei uns Themen.
Inzwischen machten wir schon 24 Ausflüge, die uns quer durch Nordrhein – Westfalen
führten.
So ließen wir uns mit der River – Lady Rheinauf - und Rheinabwärts von Götterswickerham bis in die Duisburger Häfen schippern. Wir machten einen Tagesausflug nach Münster, besichtigten den Dom und das Mühlenmuseum. Eine andere Tagestour führte uns in das Mutterhaus unserer Missionsschwestern nach Hiltrup und wir besuchten die Behindertenwerkstätte der Caritas in Nordkirchen. Mit dem Bus starteten wir in die Glockenstadt nach Gescher, besichtigten die Glockengießerei, das Glocken – und Heimatmuseum und hatten eine Begegnung mit der ARG in Gescher. Wir besuchten unseren ehemaligen Kaplan, Alois Wiggeringloh, der Pastor in Recklinghausen geworden ist, und hatten auch dort eine Begegnung mit der ARG St. Antonius. Eine Betriebsbesichtigung der Firma Hövelmann in Walsum stand für Oktober 1995 auf dem Plan. Wir waren mit Sr. Pia und Kaplan Rieger auf Wallfahrt nach Haltern zum Annaberg, fuhren ins Bibelmuseum nach Nymwegen/Holland und zum Krippenmuseum nach Telgte, wir waren bei der Strickwarenfabrik Bache in Rheinberg zu Gast, haben Kaplan Rieger in Nottuln besucht, wo wir an der Senioren Wallfahrtsmesse teilnahmen. Wir besuchten das Schokoladenmuseum in Köln, fuhren zum Freilichtmuseum nach Grefrath, ließen uns mit dem Bus nach Mülheim bringen, schipperten von dort nach Kettwig, besuchten unseren ehemaligen Pastor Josef Wichmann in Ochtrup, machten eine Schiffstour über den Biggesee und ließen uns durch die Attahöhle führen.
Ferner waren wir Gast in Ahaus und suchten dort einen der letzten Holzschuhmacher in seiner Werkstatt auf. Mit Pastor Prießen fuhren wir in seine Heimatpfarre in Wachtendonk und besuchten einen
Korbmacher am Ort. Interessant war der Ausflug zum Gereontologie Zentrum in Iserlohn, in dem man uns sehr viele Hilfsmittel fürs Alter zeigte. Wir unternahmen eine Sauerlandrundfahrt und kehrten zum
Kaffeetrinken ins KAB – Haus in Günne ein. Auch das Textilmuseum in Bocholt und ein Besuch bei der ARG in Dingden stand auf unserem Programm.
Seit 1999 pflegen wir Kontakte zu der Altentagesstätte in Alpen /Veen und der ARG in
Goch. Gegenseitige Besuche stehen immer wieder an. So besuchten wir im März unsere Freunde in Alpen/Veen. Eine Besichtigung der Kalkaer St. Nikolai Kirche und der Besuch bei unseren Freunden der ARG
in Liebfrauen/Goch wurde im Juni vergangenen Jahres durchgeführt.
Unser ehemaliger Bezirkssekretär Rudi Teriete ermöglichte es, daß wir seit 1994 regelmäßig
einmal im Jahr eine Bildungswoche im KAB eigenen Heinrich – Lübke – Haus in Günne am Möhnesee durchführen können. Wir reisen in diesem Jahr vom 09. – 13.09. schon das 9te mal mit unserer Gruppe in
Günne an.
So haben wir als Ergebnis nach einer Bildungswoche hier am Ort einen EINE – WELT – WAREN
– VERKAUF
installiert. Ca. 9x im Jahr werden vor und nach den Gottesdiensten im Vorraum der Kirche die Waren zu Gunsten der Menschen in der sogenannten dritten Welt mit zufriedenstellendem Ergebnis verkauft.
Die ARG St. Barbara, Möllen beteiligt sich an den Pfarr-– und Freundschaftsfesten der
Pfarrgemeinde, indem wir den Waffel – und Grillstand besetzen. Wir helfen bei der Vorbereitung und Durchführung der Fronleichnamsprozession, feiern und gestalten die Barbaramesse
mit, falten und verteilen Weihnachts – und Osterpfarrbriefe, wir nahmen an der Kundgebung der IGBCE zum Erhalt der Arbeitsplätze im Bergbau teil, fuhren mit nach DU -–Rheinhausen zum Band der
Solidarität, nahmen an der Gedenkfeier zur Entzündung des Kettlerlichts am Bergwerk Walsum teil, hielten gemeinsam mit der KAB eine 12 stündige Mahnwache am Kometenplatz in Walsum – Aldenrade.
Natürlich gibt es bei uns auch etwas zu feiern.
Wir feiern Karneval auf unsere Art, Erntedank, Advent und Sylvester miteinander, oder wie heute – das 10 jährige Bestehen unserer Gruppe. Geburtstage, Silber – und Goldhochzeiten sind stets ein beliebter Grund miteinander zu feiern.
Außerdem steht Information, Diskussion, Gesang, Spiel und grillen, sowie tanzen auf
unserem Programm. Seit ca. 6 Jahren besteht in unserer ARG ein Senioren Tanzkreis mit 24 Personen. Wir treffen uns regelmäßig jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat im Barbara – Haus.
Ebenfalls ein Ergebnis aus dem Günne Programm. Im vergangenen Jahr hatten wir immerhin 15 Auftritte und einige auch außerhalb dieser Mauern.
Nun noch einige Aktivitäten, die von den Mitgliedern der ARG ausgeübt werden. Wir sind
beim Gottesdienst Lektorinnen und Lektoren, sowie Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer. Bei Beerdigungen unserer Mitglieder haben sich 4 Männer bereit erklärt, Meßdiener
zu sein. Wir machen mit beim Krankenhaus Besuchsdienst, sind beim Losverkauf und Ordnungsdienst des Martinszuges
zugegen, wir gratulieren unseren Mitgliedern persönlich zum Geburtstag, und zwar erhalten die Personen mit einem runden Geburtstag eine KAB – Kerzegeschenkt. Auf den ARG – Treffs dürfen sich die Geburtstagskinder Lieder wünschen, die dann gemeinsam von uns gesungen werden. Dabei werden wir von unserer Hausband – Karl Sczyrba mit der Mundharmonika und Karlheinz Kaplon auf dem Akkordeon musikalisch begleitet.
Zum Schluß unseres Berichts noch einige Sätze zu unseren fleißigen Helferinnen und Helfer
sowie zum Team. Einige Frauen und Männer haben sich bereit erklärt den Küchendienst, den Tisch Deckdienst, für Blumenschmuck im Sommer und Herbst zu sorgen. Wieder andere backen uns die leckersten
Kuchen und zwar immer im Wechsel. Außerdem haben wir auch eine Grillmannschaft. Manfred Schmidt, Karl Sczyrba, Andreas Neider und Helmut Seidel bringen die knusperigsten Delikatessen auf den Tisch. Zur
Zeit als Friedhelm Sauer Schriftführer war, wurde ein Album der ARG angelegt. Gerne sind sie eingeladen dort einen Blick hineinzuwerfen. Für diese außerordentliche, große Hilfe möchten wir allen im Namen
des Teams herzlich Dank sagen. Unser Dank gilt auch allen, die immer wieder unsere Treffs besuchen. Ohne Euch könnte diese Gruppe nicht sein.
Nun zu unserem Team. Es hat in den letzten 10 Jahren auch Veränderungen gegeben. Angefangen
hatte alles mit Reinhilde und Günter Domke, Maria Kletsch, Ingrid Pyta und Heinz – Dieter Kraps, wie eingangs schon erwähnt. 1997 trat Günter Domke aus gesundheitlichen Gründen zurück und weiter ging es
mit Friedhelm und Anneliese Sauer, Josef Lümmen und H. D. Kraps. Im Jahre 2000 traten Anneliese und Friedhelm Sauer zurück und für ein Jahr übernahmen Josef Lümmen und Heinz – Dieter Kraps die Ämter der
ARG. Bei der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr trat Josef Lümmen nach 7 Jahre als Kassenwart und einem Jahr als stellvertretender Obmann zurück, so daß ein völlig neuer Anfang gemacht werden
mußte.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Obmann: Heinz – Dieter Kraps, er
bekleidet auch das Amt des Schriftführers; seine Stellvertreterin ist: Brigitte Schmidt; und die Kasse wird von Rita Sczyrba verwaltet.
Allen, die in den vergangenen 10 Jahren Vorstandsarbeit geleistet haben, sagen wir auf
diesem Wege unseren besonderen Dank.
Liebe Gäste, liebe Frauen und Männer der ARG, mit Freude und voll Stolz können wir
zurück blicken auf die vergangenen 10 Jahre und auf das, was wir geleistet haben. Mit Zuversicht und Gottvertrauen wollen wir in die Zukunft blicken und stets bemüht sein, Euch gute Helfer und Begleiter
im letzten Lebensabschnitt zu sein.
Wir danken für Euere Aufmerksamkeit und schließen mit den Worten:
Gott segne die christliche Arbeit.
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