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Pfarrmitteilungen von St. Barbara und St. Paulus (gepflegt von der KAB  Voerde)

Unsere Kirche

Kleiner Kirchführer der kath. Pfarrgemeinde St. Barbara Möllen

Pfarrmitteilungen von St. Barbara und St. Paulus (gepflegt von der KAB  Voerde)

Werden und wachsen einer Gemeinde und ihrer Kirche

Im Jahre 1953 wurde im Beckedahlshof von der damaligen Bergwerksgesellschaft Walsum eine Werksfürsorgestation eingerichtet, in der ab sofort an allen Sonn- und Feiertagen das hl. Messopfer gefeiert wurde. Die ev. Mitchristen feierten auch ihre Gottesdienste im Beckedahlshof bis das gleich nebenan gelegene Haus einen eigenen Gottesdienstraum für die ev. Gemeinde fertiggestellt hatte.

In zweijähriger Umbauzeit wurde der Beckedahlshof in eine schöne Notkirche umgewandelt.

Kaplan Friedrich Bille wurde Mitte 1957 mit der Aufgabe betreut, die Seelsorgestation Möllen in eine Pfarrei mit neuer Pfarrkirche, die der hl. Barbara geweiht sein sollte, auf- und auszubauen. Von 1955- 1965, also fast zehn Jahre lang, diente die Notkirche am Kampshof der kath. Bevölkerung für alle kirchlichen Feste und Feiern.

Im Januar 1964 unterzeichnete Joseph Höffner, der damalige Bischof von Münster die Urkunde über die Erhebung des seelsorglich selbständigen Pfarrrektorates Möllen zur eigenständigen Pfarrei St. Barbara. Pastor Bille wurde zum ersten Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Barbara ernannt.

Die Vorbereitungen und Planungen für die neu zu errichtende Pfarrkirche waren in der Zwischenzeit zügig weitergegangen und so konnte am 15.12.63 der Grundstein für die neue Pfarrkirche durch den damaligen Dechanten Bomefeld gelegt werden.

Das Baugrundstück zwischen Leitkamp und Schlesierstrasse war schon seit Beginn der Bautätigkeit in Möllen für den Kirchneubau vorgesehen gewesen. Am 28.03.1965 war es dann endlich soweit. Die Gemeinde konnte Kirchweihfest feiern. Ende 1965 wurde auch das neue Pfarrhaus an der Königsbergerstrasse fertiggestellt.

Als 1970 Pfarrer Bille die Kirchen- gemeinde verließ, wurde der Kaplan Josef Groll zum Nachfolger bestellt. Im Frühjahr 1985 verließ Pfarrer Groll die Gemeinde und am 08. September wurde der neue Pastor .Josef Wichmann in sein neues Amt eingeführt. (Eine Woche später wurde er auch als Pfarrer in St. Paulus eingeführt. Ihm zur Seite standen Alois Wiggeringloh als Kaplan und Adolfo Terhorst als Pastoralreferent.) In der Zwischenzeit konnte die Pfarrstelle von dem Kapuziner- Pater Karol Cuzyt betreut werden. Am 28.06.1986 erfolgte der erste Spatenstich des Barbara- Hauses, dem heutigen Pfarrheim der Gemeinde, durch Pastor Wichmann. Das Barbara- Haus wurde durch den Regionalbischof Heinrich Jansen arm 14.06.1987 eingesegnet. Das alte Pfarrheim, der Beckedahlshof konnte nicht länger gehalten werden und so fiel dieses für die Pfarrgemeinde geschichtsträchtige Gebäude dem Bagger zum Opfer.

Der Kirchturm Der Möllener Kirchturm ist 33 m hoch. Hinter dieser Höhe steckt das Lebensalter Jesu, der 33 Jahre alt geworden sein soll.

Der Altar Von hinten fällt der Blick durch den leicht nach vom abfallenden Mittelgang direkt auf den wuchtigen Altar, der sich als die Mitte der Kirche zeigt. Der Altar ist aus Muschelkalk und hat ein Gewicht von 140 Zentnern. An der Stirnseite des Altares hat der Künstler J. Niemeier das Gleichnis vom Samenkorn, das vielfältige Frucht bringt, versinnbildlicht. Volle Ähren sind dort zu sehen und am unteren Rand des Altarsteines ein offenes Kreuz und in ihm das Weizenkorn für uns gestorben; aus seiner Hingabe erwächst nicht Tod, sondern sie bringt volle Ähren, reiche Frucht. Das ist es, was wir immer wieder am Altar feiern: Seinen Tod und seine Auferweckung von den Toten zum Leben.

Der Ambo Der Ambo ist der Ort für die Verkündigung im Gottesdienst. Hier wird das Evangelium verlesen und durch die Predigt gedeutet für unser Leben. Das II. Vatikanische Konzil spricht mit Blick auf den Ambo auch vom „Tisch des Wortes". Hier empfangen die Gläubigen auf andere Weise Christus selbst; im verkündeten Wort ist Christus gegenwärtig, ist sein Hl. Geist wirksam.Dies wird auch auf der Vorderseite deutlich. Die Taube, das Symbol für Gottes Geist, steigt von unten zum Prediger auf. Wie Samenkörner oder Wassertropfen fallen Worte zur Erde, die Frucht bringen sollen. Der Sämann sät das Wort - so kann man vom Prediger sagen, in der Hoffnung, dass die Worte auf fruchtbaren Boden fallen.

Der Tabernakel Der Gedanke vom Weizenkom ist auch in der Gestaltung des Tabernakels aufgenommen und weitergeführt. Auf einer Rundsäule ist, gleichsam „im Weizenkom" der Ort der Aufbewahrung der Eucharistie ausgestellt. Die angedeuteten Wurzeln und Keimlinge deuten darauf hin, dass von der Mitte das Wachstum ausgeht. Geheimnisvoll, wie in einem Weizenkom, ist hier die göttliche Lebenskraft im Tabernakel verborgen. Das “ewige Licht" neben dem Tabernakel weist darauf hin, dass hier Jesus Christus im eucharistischen Brot gegenwärtig ist.

Die Mutter-Gottes-Statue Im Durchgang der Hauptkirche zur Werktagskapelle steht eine Statue der Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm. Die Haltung Mariens drückt die Erfurcht vor dem Kind aus, das sie trägt, darum wissend, dass es Gottes Sohn ist.

 

Die Taufkapelle Der Taufbrunnen steht rechts neben dem Haupteingang in der halbkreisförmigen Ausbuchtung. Oberhalb des Taufbrunnens beginnt das Fenster mit der Darstellung der Schöpfung. Weiterhin zu sehen sind dort die Stämme Israels, ihr Weg durch die Wüste, der Empfang der 10 Gebote und Szenen der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu.

Als weitere Statue findet die hl. Barbara (Schutzpatronin der Bergleute) in der Kirche Platz, die der Gemeinde ihren Namen gab.

Die Seitenkirche oder Werktagskapelle Der Raum dieser Seitenkirche ist nach dem gleichen Grundriss gebaut wie die Kirche selbst. Eine kleine Schar erfährt sich hier ganz nah und deutlich als Gemeinde. Sie ist niemals isoliert, weil durch die große Öffnung zur Hauptkirche hin die Beziehung zur Sonntagsgemeinde und den Hauptaltar gegeben ist.

Die Orgelbühne mit der wohlklingenden Orgel (technische Daten leider nicht bekannt). Sie wurde zum größten Teil durch Spenden der Gläubigen und durch das Engagement der Sternsinger in den Sechziger Jahren finanziert.

Nikolaus Groß Gedächtnisstätte Dieses Andenken an den großen Arbeiterführer und Märtyrer wurde vor einigen Jahren in unserer Kirche feierlich der Gemeinde übergeben.

Nikolaus Groß wurde wegen seines Kampfes gegen die Diktatur des “dritten Reiches” von den Nazis hingerichtet. Zur Zeit findet der Seeligsprechungsprozess im Vatikan statt.

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